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  • Auskunft über die Arbeitgeberidentität: Personalvermittlung muss Arbeitgeber offenlegen 12-09-2026

    Mann am Schreibtisch mit Absageschreiben, Schwerbehindertenausweis, Bewerbungsmappe und Gehstock

    Absage per Mail, Firmenname: Fehlanzeige. Wer sich schwerbehindert auf eine anonym ausgeschriebene Stelle bewirbt und abgelehnt wird, tappt oft im Dunkeln – gegen wen soll er vorgehen? Ein Amtsgericht musste klären, ob eine Personalvermittlung ihren Auftraggeber preisgeben muss, obwohl sie sich auf Geheimhaltung und Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Bewerbung berief.


  • Entschädigung nach dem AGG: Stellenanzeige „Sekretärin“ diskriminiert 09-09-2026

    Mann am Schreibtisch vor Laptop mit Stellenanzeige, daneben Bewerbungsmappe und Kaffeetasse

    Bewerbung abgeschickt, Lesebestätigung erhalten – dann nichts mehr. Die Stellenanzeige suchte nur eine „Sekretärin“, eine Meldung an die Bundesagentur für Arbeit blieb aus, und plötzlich zählt nicht mehr die Qualifikation des Bewerbers, sondern zwei Formfehler der Personalvermittlung. Bei der Schadensersatzforderung für die heimliche Facebook-Recherche der Beklagten sieht es dagegen ganz anders aus.

  • Fehler in der Massenentlassungsanzeige: Kündigung bleibt wirksam 08-09-2026

    Mann packt Karton an leerem Schreibtisch im verwaisten Großraumbüro

    61 statt 31 Entlassungen im Schreiben an den Betriebsrat, dann 34 statt 31 in der Anzeige bei der Arbeitsagentur – die Zahlen einer Insolvenz-Kündigung passen an keiner Stelle exakt zusammen. Wie viel Zahlensalat eine betriebsbedingte Kündigung verträgt, musste das Bundesarbeitsgericht klären.

  • Bodenpersonal erhält keinen zusätzlichen Rentenbaustein für das vierte Quartal 2015 08-09-2026

    Älterer Bodenmitarbeiter in Warnweste steht neben Gepäckschlepper auf dem Flughafenvorfeld

    36 Jahre am Frankfurter Flughafen gearbeitet, dann die Systemumstellung: Zum 1. Januar 2016 wechselt die Lufthansa-Betriebsrente vom alten zum neuen Tarifvertrag. Drei Monate des Jahres 2015 fallen dabei in einen verschobenen Bemessungszeitraum – reicht das für einen zusätzlichen Rentenbaustein? Das Bundesarbeitsgericht musste über 32,80 Euro monatlich entscheiden.

  • Entschädigung nach dem AGG: Kirchenmitgliedschaft bei der Diakonie zulässig 08-09-2026

    Personalleiter prüft am Holzschreibtisch eine geöffnete Bewerbungsmappe, Kreuz an Wand

    Vier Bewerber dürfen vorsprechen, eine Kandidatin nicht – der Unterschied: ihre fehlende Kirchenmitgliedschaft. Zwölf Jahre, ein EuGH-Vorlagebeschluss und ein Karlsruher Aufhebungsbeschluss später landet der Streit um eine Referentenstelle bei der Diakonie erneut vor dem Bundesarbeitsgericht. Durfte der kirchliche Arbeitgeber die Konfession wirklich zur Bedingung machen?

  • Kündigung ohne Vollmachtsurkunde: Geschäftsführer bleibt beschäftigt 07-09-2026

    Geschäftsführer schiebt am Schreibtisch ein Kündigungsschreiben neben Briefumschlag weg

    Zwei Aufsichtsratsmitglieder unterschreiben, eine Vollmachtsurkunde legen sie nicht vor. Der gekündigte Geschäftsführer wehrt sich mit einem fast vergessenen Paragrafen des BGB – und bringt damit auch eine zweite, per E-Mail verschickte fristlose Kündigung zu Fall. Wie zwei Formfehler ein ganzes Kündigungskonstrukt kippen, zeigt der Fall vor dem Bundesarbeitsgericht.

  • Glaubhaftmachung der hauptberuflichen Tätigkeit: Eilantrag erfolglos 06-09-2026

    Frau legt ein Empfehlungsschreiben in offene Bewerbungsmappe auf hellem Schreibtisch

    Ein Empfehlungsschreiben statt Arbeitsvertrag – zu wenig für die fünf Jahre Berufserfahrung, die das Anforderungsprofil verlangt. Erst im Beschwerdeverfahren legt die Bewerberin den fehlenden Nachweis nach, während die Konkurrentin mit 9 von 10 Punkten beurteilt ist. Reicht die späte Nachbesserung, um doch noch ins Rennen um die A-13-Stelle zu kommen?



  • Verdachtskündigung wegen Mitschnitts: Fristlose Kündigung bestätigt 04-09-2026

    Arbeitnehmer und zwei Vorgesetzte an einem Besprechungstisch, ein Smartphone mit Kopfhörern liegt griffbereit auf der Platte.

    Ein Personalgespräch, danach die Kündigung. Der Vorwurf: heimlich aufgenommen. Doch die Kamera im Raum war aus, eine Aufnahme existiert nicht. Ein ungewöhnlich detailliertes Protokoll und ein Smartphone auf dem Tisch reichten dem Gericht für einen dringenden Tatverdacht.

  • Stillbedingtes Beschäftigungsverbot: volle Erstattung trotz Stillzeit 04-09-2026

    Flugbegleiterin nachts allein an einer Servicestation im Flugzeug, blickt auf Geschirr, dunkles Fenster.

    Das Kind ist ein Jahr alt, die Mutter stillt – fliegen darf sie nicht. Einen anderen Job gibt es nicht. 28.542,50 Euro Mutterschutzlohn zahlt der Arbeitgeber, die Krankenkasse verweigert die Erstattung – schließlich sei das Kind schon eins. Doch der Arbeitgeber pocht auf das Gesetz.

  • Entgeltgleichheit für Frauen: Führungskraft erhält mehr Grundentgelt 03-09-2026

    Zwei Führungskräfte am Konferenztisch mit je einem dünnen und einem dickeren Kuvert vor neutralem Fensterlicht.

    Sie checkt die Gehaltsliste: Männliche Kollegen auf gleicher Stufe verdienen deutlich mehr. Eine Hochrechnung ergibt 55.000 Euro Differenz im Jahr. Vor Gericht wird das zum Problem – das Landesarbeitsgericht verlangt mehr als bloße Schätzungen, selbst bei Phantom Shares.



  • Anonyme IT-Führungsstelle: Personalvermittler muss Arbeitgeber nennen 02-09-2026

    Laptop mit leerem Arbeitgeberfeld zeigt anonyme Stellenanzeige neben Bewerbungsunterlagen und Schwerbehindertenausweis auf Sc

    Ausgeschrieben: eine IT-Führungsstelle, anonym. Der schwerbehinderte Top-Kandidat erhält eine Absage – und steht vor einer Mauer des Schweigens. Der Personalvermittler weigert sich, den Arbeitgeber zu nennen. Dabei läuft die Frist für eine Entschädigungsklage nach dem AGG auf zwei Monate ab. Kann er Auskunft verlangen? Das Amtsgericht München musste entscheiden.

  • Abmahnung anfechten: Diese drei Wege haben Sie als Arbeitnehmer 01-09-2026

    Ein weißer Aktenordner mit der Aufschrift Personalakte steht leicht hervorgezogen in einem Regal.

    Wer eine Abmahnung anfechten will, sucht nach einem Rechtsmittel mit Frist und Formular. Genau das gibt es im Arbeitsrecht nicht, und deshalb laufen viele Beschäftigte in die falsche Richtung. Wie oft Beschäftigte den Streit überhaupt vor Gericht tragen, zeigt eine Zahl: Im Jahr 2025 erledigten die Arbeitsgerichte rund 327.000 Verfahren. Was Ihnen tatsächlich zusteht, hängt […]


  • Handyverbot am Arbeitsplatz: Diese Rechte haben Sie als Arbeitnehmer 30-08-2026

    Gelbes Post-it mit dem Wort Handyverbot am Arbeitsplatz an einer Pinnwand.

    Ein Handyverbot am Arbeitsplatz ist während der Arbeitszeit in den meisten Betrieben zulässig, in der gesetzlichen Ruhepause dagegen nur ausnahmsweise. Wo genau die Grenze verläuft, hängt davon ab, worauf der Arbeitgeber sein Verbot stützt und wie weit es reicht. Interessant ist der Kontrast zum Dienstgerät: Wer ein Diensthandy gestellt bekommt, darf es einer repräsentativen Bitkom-Befragung […]

  • Massenentlassung: Welche Fehler des Arbeitgebers Ihre Kündigung kippen und welche nicht 30-08-2026

    Massenentlassung liegt als Briefumschlag auf einem Küchentisch

    Bei einer Massenentlassung muss der Arbeitgeber zwei Verfahren abschließen, bevor er überhaupt kündigen darf, und zwar in dieser Reihenfolge. Weil diese Verfahren so fehleranfällig sind, lohnt sich die Prüfung auch dann, wenn der Personalabbau wirtschaftlich nachvollziehbar wirkt. Vor Gericht wird selten bis zum Urteil gestritten: Von 177.581 Kündigungsverfahren, die 2024 vor deutschen Arbeitsgerichten endeten, gingen […]


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