Aktueller Bussgeldkatalog 2012 und Infos rund um das Verkehrsrecht durch Rechtsanwalt Kotz in Siegen-Kreuztal. Rechtsanwalt Dr. Christian Kotz ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht.
Der Joint am Vorabend, die Kontrolle am Morgen: Führerschein weg. Die MPU soll ihn zurückbringen – doch das Gutachten fällt negativ aus und wird abgegeben. Die Betroffenen setzen auf einen Formfehler. Was das Gericht dazu sagt, überrascht.
27 Jahre unfallfrei unterwegs. Die Diagnose Diabetes bleibt stumm – bis ein medizinisches Gutachten die instabile Stoffwechsellage dokumentiert. Plötzlich entscheidet der Zuckerwert über den Job des Montagearbeiters, der nach einer Beinamputation ohnehin um seine Mobilität kämpft.
Rote Kelle, Blutprobe, THC-Wert deutlich über dem Grenzwert. Seine einzige Rettung: ein Rezept, das nie einen Arzt zu Gesicht bekam – per Video-Sprechstunde verschrieben. Doch genügt der digitale Klick den Richtern?
2,8 Nanogramm THC, ein Verstoß von 2019 – und jetzt eine MPU-Anordnung. Die Führerscheinstelle stützt sich auf Fragen zum Trennungsvermögen, die seit dem neuen Grenzwert von 3,5 ng/ml nicht mehr zeitgemäß sind. Zählt so ein Altfall überhaupt noch?
Cannabis auf Rezept, die Fahrerlaubnis trotzdem weg. Der Grund: verordnungswidrige Inhalation, Rezepte ohne Dosierung – und Nebenwirkungen durch Opioide, von denen der verordnende Arzt nichts wusste.
Zwei Punkte in Flensburg, dann ein riskanter Abbiegefehler. Doch vor Gericht steht plötzlich ein ganz anderer Paragraph im Raum – und der Richter spricht trotzdem ein Fahrverbot aus.
31 km/h zu schnell vor einer Fußgängerampel – das Blitzlicht kann für den selbstständigen Handwerker weit mehr als nur ein Bußgeld bedeuten: den Verlust des Führerscheins und damit der Existenz. Können eine angebliche Sichtbehinderung und die Existenzangst des Inhabers ein einmonatiges Fahrverbot abwenden? Das Amtsgericht Dortmund formuliert hohe Hürden.
Amphetamin im Blut – der Führerschein ist sofort entzogen. Der Fahrer benötigt das Auto dringend: für den Job, die Kinder, den Alltag. Bei harten Drogen kennt das Gesetz eigentlich keine Gnade. Aber das OVG Schleswig musste über eine Ausnahme entscheiden.
Mit hohem Tempo geblitzt, doch auf das Auto dringend angewiesen: Ein schwerbehinderter Senior wehrt sich gerichtlich gegen das drohende Fahrverbot. Nachdem die Justiz das Verfahren über 21 Monate verzögerte, stellt sich die Frage, ob eine höhere Geldbuße den Führerschein retten kann.
Mal eben einen Freund auf dem Trittbrett mitnehmen fühlt sich nach einer Kleinigkeit an, ist aber rechtlich streng untersagt. Wer gemeinsam fährt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern setzt bei Unfällen oder Alkoholkontrollen sogar die eigene Fahrerlaubnis und den Versicherungsschutz aufs Spiel.
Ein Bußgeldbescheid im Briefkasten sorgt oft für Stress, besonders wenn die Einspruchsfrist bereits zu laufen scheint. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Fristbeginn anhand des gelben Umschlags exakt bestimmen und Ihre Rechte wirksam verteidigen.
Mietwagen in Bayern, deutsche Anschrift bei der Vermietung, tatsächlicher Wohnsitz in England. Bußgeldbescheid im Briefkasten, Verjährung fraglich – hat die Zustellung den Lauf der Frist gestoppt? Das Bayerische Oberste Landesgericht prüft den selbst geschaffenen Rechtsschein.
Ein gelber Umschlag im Gemeinschaftsbriefkasten, zugestellt am 15. März 2022, bringt die Nachricht: sofortiger Führerscheinentzug wegen Kokainkonsums. Der Fahrer schwört, nie davon erfahren zu haben – ein Mitbewohner muss den Brief entwendet haben. Doch reicht eine solche Vermutung aus, um die Widerspruchsfrist neu in Gang zu setzen?
Sie haben einen Bußgeldbescheid ohne Unterschrift erhalten und hoffen auf einen Formfehler? Vorsicht, denn meist ist das Dokument trotzdem gültig und die Frist läuft bereits. Wir zeigen Ihnen, welche inhaltlichen Fehler wirklich zählen und wie Sie Ihr Fahrverbot noch abwenden können.
Cannabis auf Rezept, Führerschein trotzdem weg. Sein Arzt hatte nur ein Blanko-Attest ausgestellt – ohne Diagnose, ohne Dosierung. Genügt das für die Ausnahme vom Fahrverbot? Ein Fall vor dem OVG Münster zeigt, welche Nachweise wirklich zählen.
Ein Moment der Unachtsamkeit und plötzlich droht das Fahrverbot – eine belastende Situation für jeden Autofahrer. Doch nicht jeder Fehler ist grob fahrlässig; oft lässt sich der Führerschein durch ein nachgewiesenes Augenblicksversagen retten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Sondersituation belegen und Ihr Fahrverbot abwenden.
21 Mal trotz Fahrverbot gefahren, 49 Punkte gesammelt – das amtliche Warnschreiben erreichte ihn nicht. Dann brachte die Nachfrage beim Amt den Fehler ans Licht, und plötzlich waren auch jahrelang nicht erfasste Verstöße im System. Musste die Behörde jetzt noch einmal verwarnen – oder war der Führerschein sofort weg?
Das Knöllchen kommt über 22 km/h außerorts. Die Behörde begründet die sofortige Fahrtenbuchauflage mit einem besonderen öffentlichen Interesse an der Gefahrenabwehr. Das bedeutet, das Fahrtenbuch muss unabhängig von einem eingelegten Widerspruch sofort geführt werden.
0,7 Promille hinterm Steuer – und das Gericht will den Führerschein, aber kein Bußgeld. Weil das Konto eines Gastro-Mitarbeiters fast leer ist, soll die Geldstrafe einfach entfallen. Ob diese soziale Milde vor dem Gesetz Bestand hat?
3,6 Nanogramm THC im Blut, Lidflattern, geweitete Pupillen – nur 0,1 über dem gesetzlichen Grenzwert von 3,5. Fachgesellschaften fordern höhere Schwellenwerte, der Autofahrer hält sich für fahrtauglich. Doch die versäumte Frist für das medizinisch-psychologische Gutachten rückte alles in ein anderes Licht.