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Aktueller Bussgeldkatalog 2012 und Infos rund um das Verkehrsrecht durch Rechtsanwalt Kotz in Siegen-Kreuztal. Rechtsanwalt Dr. Christian Kotz ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht.
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  • Verbot des Gehwegparkens bei Dauerparken: Anwohner erhalten nur Neubewertung 21-08-2026

    Frau schiebt Kinderwagen durch schmale Lücke zwischen Gehwegparkern und Fassade auf Bremer Wohnstraße

    Seit Jahren parken Autos auf den Bürgersteigen dreier Bremer Einbahnstraßen, die Restbreite beträgt oft nur einen Meter – Kinderwagen und Rollstühle kommen kaum vorbei. Die Behörde duldet den Zustand, Anwohner klagen auf ein Ende. Doch das Bundesverwaltungsgericht überrascht mit einer Entscheidung, die nicht das bringt, was die Kläger sich erhofft hatten.

  • Entziehung der Fahrerlaubnis bei Kokainkonsum: Aussage genügt auch ohne Drogentest 16-08-2026

    Pkw im Park: Mittelkonsole mit Autoschlüssel und kleiner Tüte Kokain

    Kokainkonsum bei der Polizei eingeräumt, der Drogentest bleibt negativ – der Führerschein ist sofort weg. Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet die sofortige Vollziehung an, der Betroffene darf nicht mehr weiterfahren. Ob allein die polizeilich dokumentierte Aussage genügt, musste das Verwaltungsgericht Bremen im Eilverfahren klären.


  • Verstoß gegen das Wohnsitzprinzip: Kosovarischer Führerschein ohne Fahrberechtigung 16-08-2026

    Mann hält kosovarischen Führerschein im geparkten Auto auf deutscher Wohnstraße

    Führerschein in Pristina gemacht, zurück in Deutschland – und die Fahrerlaubnis soll weg sein. Der entscheidende Punkt liegt nicht im Dokument, sondern in der Frage, wo der Fahrer bei Erteilung tatsächlich gewohnt hat. Ein Fall aus NRW zeigt, wie schnell aus einem ausländischen Führerschein ein Problem mit sofortiger Vollziehung wird.


  • Entziehung der Fahrerlaubnis: Strafurteil verhindert MPU nach Trunkenheitsfahrt 16-08-2026

    Verunfalltes Fahrzeug am Straßenrand nach Trunkenheitsfahrt

    Trunkenheitsfahrt mit Unfall, das Strafgericht entzieht die Fahrerlaubnis nicht. Trotzdem verlangt die Fahrerlaubnisbehörde ein medizinisch-psychologisches Gutachten und entzieht den Führerschein, als es nicht vorgelegt wird. War die Behörde an die Fahreignungsbewertung des Strafgerichts gebunden – und durfte sie bei fehlendem Gutachten auf Ungeeignetheit schließen?

  • Rotlichtverstoß nach 2,7 Sekunden: Fahrverbot trotz fehlender Vorbelastungen 15-08-2026

    Pkw überquert Haltelinie bei roter Ampel an städtischer Kreuzung

    2,7 Sekunden Rot – der Blitz zuckt, der Bußgeldbescheid folgt: 200 Euro, ein Monat Fahrverbot. Keine Punkte, keine Vorbelastungen, keine Härten – reicht das, um das Amtsgericht Dortmund zu überzeugen? Im Kern steht die Frage, ob pauschale Zweifel an der Poliscan-Messung die Sanktion kippen können.

  • Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: 34 km/h führen zum Fahrverbot 15-08-2026

    ESO-Lichtschrankengerät misst Pkw auf 50er Zone

    34 km/h zu schnell innerorts, das Blitzgerät ESO ES 8.0 misst 84 km/h. Die Rohdaten fehlen, der Fahrer zweifelt. 310 Euro und ein Monat Fahrverbot drohen – und die Pferde müssen täglich zum Turnier. Das Amtsgericht Büdingen soll entscheiden: Darf er den Führerschein behalten?







  • ProViDa-Messung: 31 km/h zu schnell, 200 Euro ohne Fahrverbot 10-08-2026

    Tachonadel zeigt über 140 km/h durch die Frontscheibe zu einem 120er-Schild und gerader Bundesstraße.

    31 km/h zu schnell auf der B27: Stuttgart–Tübingen – das ProViDa-Video zeigt nicht nur den Tacho, sondern auch ein ungesichertes Kind auf dem Rücksitz. Der Betroffene kämpfte um jeden Punkt: die Messung, die Verjährung, den Kindersitz – und das angebliche falsche Überholen. Die Beweislage schien wie eine Festung. Bis die Verteidigung eine Lücke fand.

  • Cannabisfahrt mit Alkohol: Fahrerlaubnis trotz Geldmangel entzogen 06-08-2026

    Müder Mann im beschädigten Wagen am Straßenrand, Getränkedose und Pflanzenrest auf dem Armaturenbrett, Blick gesenkt.

    Einmalige Fahrt unter Cannabis und Alkohol – geringe Auffälligkeiten. Die Behörde fordert eine medizinisch-psychologische Untersuchung, doch das Geld dafür fehlt. Sofortiger Entzug der Fahrerlaubnis. Kann fehlende Zahlungsfähigkeit das verhindern? Der Hessische Verwaltungsgerichtshof fällte ein Urteil mit Signalwirkung – es betrifft viele, die eine MPU nicht bezahlen können.

  • Geblitzt mit Anhänger: Welche Tempolimits gelten und welche Strafen drohen? 04-08-2026

    Ein Blitzerfoto mit Gespann führt oft zu deutlich höheren Bußgeldern, da der Gesetzgeber hier besonders strenge Tarife ansetzt. Schon ein zu kleiner Sicherheitsabstand oder ein falsches Reifenalter kann die rechtliche Grundlage Ihrer Tempo-100-Plakette entziehen. Ob die Messung auf einer Landstraße ohne bauliche Trennung erfolgte, entscheidet am Ende oft über Punkte in Flensburg oder den Erhalt des Führerscheins.

  • Vertrauen auf Durchwinken: Kein Augenblicksversagen beim Abbiegen 02-08-2026

    Frau auf Rad passiert stehenden Transporter, dabei biegt ein Auto links ein und kreuzt ihren Weg.

    Ein freundliches Winken aus dem Gegenverkehr, ein beherztes Linksabbiegen – dann knallt es: Ein Radfahrer übersehen. Die Fahrerin verließ sich auf das Zeichen, das Amtsgericht verhängte ein einmonatiges Fahrverbot. Nun steht die Frage im Raum: Reicht blindes Vertrauen, um den Führerschein zu retten?



  • Beweisverwertungsverbot für die MonoCam-Überwachung: Wann Bußgelder unzulässig sind 02-08-2026

    Das Objektiv einer am Brückengeländer montierten MonoCam blickt starr auf die Windschutzscheiben herannahender Autos.

    Zehn Meter über der Autobahn scannt die KI jedes Cockpit, doch das gestochen scharfe Beweisfoto eines Mobiltelefons am Steuer führt direkt in ein juristisches Minenfeld. Wenn modernste Algorithmen ohne ausdrückliche gesetzliche Erlaubnis filmen, stellt sich die grundsätzliche Frage nach einem Beweisverwertungsverbot für die MonoCam-Überwachung.


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